Zunehmende Kohlendioxid-Belastungen der Atmosphäre verschärfen gesundheitliche Probleme infolge von Mikronährstoffmangel

Zunehmende Kohlendioxid-Belastungen der Atmosphäre verschärfen gesundheitliche Probleme infolge von Mikronährstoffmangel

Zuviel CO2 in der Luft verändert die chemische Zusammensetzung von Nutzpflanzen. Die höhere Konzentration von Kohlendioxid veranlasst etwa Reis- und Weizenpflanzen dazu mehr Kohlenhydrate, also Stärke, zu produzieren. Gleichzeitig nimmt der Gehalt an Eisen, Zink und Eiweiß ab. Erhöht sich die CO2 – Belastung der Atmosphäre bis 2050 weiter wie bisher, dann könnte daher weltweit eine gesundheitliche Krise einzig infolge von Mikronährstoffmangel drohen.

Wissenschaftler von der Harvard-Universität haben jetzt im Journal Nature Climate Chance hochgerechnet, welche Folgen aus der steigenden CO2 – Konzentration für die Versorgung der Bevölkerung in 151 Ländern entstehen (1). Weltweit sind demzufolge weitere 175 Millionen Menschen von Zinkmangel und weitere 122 Millionen Menschen von Proteinmangel bedroht. Ebenso erhöht sich mit dem CO2 -Gehalt das Risiko für Anämien zusätzlich um rund vier Prozent. Der Gefahr sind vor allem Bevölkerungsgruppen ausgesetzt, die sich überwiegend von Grundnahrungsmitteln wie Weizen und Reis ernähren und daher ohnehin unter einer mangelnden Versorgung mit Nährstoffen leiden, insbesondere in Süd- und Südostasien, Afrika und im Nahen Osten.

Die Experten rufen die Politiker der betroffenen Staaten auf, jetzt schon Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um den fatalen gesundheitlichen Folgen eines zunehmenden Mikronährstoffmangels rechtzeitig entgegen wirken zu können.

 

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MR Smith und SR Meyers. Impact of anthropogenic CO2 emissions on global human nutrition. Nature Climate Change. Volume 8, pages 834–839, Published 27- August 2018. https://www.nature.com/articles/s41558-018-0253-3

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