Daten zur globalen Verteilung von Wachstumsverzögerungen (Stunting) bei Kindern

Daten zur globalen Verteilung von Wachstumsverzögerungen (Stunting) bei Kindern

Wissenschaftler von UNICEF, der WHO und der Weltbank sammeln weltweit Daten zu den unmittelbaren Folgen von Mangelernährung und Unter- bzw. Übergewicht bei Kindern. Ein chronischer Mikronährstoffmangel äußert sich vor allem durch Stunting, der körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerung gemessen am Lebensalter. Diese Beeinträchtigungen, die im späteren Leben kaum noch ausgeglichen werden können, entstehen vor allem durch den Mangel an lebenswichtigen Mikronährstoffen wie Eisen, Jod, Zink, Vitamin A und Folsäure während der ersten 1.000 Lebenstagen. Eine aktuelle Veröffentlichung zum Thema Kinderwachstum und Mangelernährung (1) enthält jetzt Schlüsselangaben zur regionalen Verteilung von Stunting bei Unter-5-Jährigen:

  • 154,8 Millionen aller Kinder unter fünf Jahren weltweit, also 22,9 %, litten im Jahr 2016 unter Wachstumsverzögerungen. 59 Millionen von ihnen leben in Afrika und 87 Millionen in Asien.
  • Anteilig sind die meisten Unter-5-Jährigen mit Wachstumsdefiziten in Ozeanien registriert (38,3 %), gefolgt von Ostafrika (36,7 %), Südasien (34,1 %), Zentralasien (32,5 %) und Westafrika (31,4 %).
  • Afrika ist neben Ozeanien die einzige Region in der Welt, in der die absoluten Zahlen, der von Stunting betroffenen Kinder seit der Jahrtausendwende zunehmen. So gab es in Afrika im Jahr 2000 rund 50 Millionen wachstumsverzögerte Kinder, 16 Jahre später 59 Millionen. Besonders in Westafrika steigt die Zahl der Betroffenen an, etwa seit der Jahrtausendwende um rund vier Millionen Kinder. In Ozeanien waren mit 500.000 Kindern im Jahr 2016 100.000 mehr als im Jahr 2000 im körperlichen und geistigen Wachstum beeinträchtigt
  • Read and see more:

    1. Unicef. WHO. The World Bank Group. Joint child malnutrition estimates – Levels and trends. Key findings of the 2017 edition, abrufbar über http://www.who.int/nutgrowthdb/estimates2016/en/

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