Sauberes Trinkwasser und Hygiene als ein Weg, das Risiko für Wachstumsstörungen (Stunting) bei Kleinkindern zu reduzieren

Sauberes Trinkwasser und Hygiene als ein Weg, das Risiko für Wachstumsstörungen (Stunting) bei Kleinkindern zu reduzieren

Eine indonesische Studie belegt jetzt, dass sauberes Trinkwasser und Hygiene mit dazu beitragen, das Risiko für Wachstumsstörungen bei Kindern unter drei Jahren zu reduzieren. Indonesische Wissenschaftler haben gemeinsam mit Mitarbeitern der Hilfsorganisation UNICEF die Lebensumstände von 1.366 unter Dreijährigen sowie ihren Müttern über Fragebögen erfasst. In der Untersuchung sind neben Angaben zum Alter, Körpergröße und ‑gewicht der Kinder auch Informationen über die Gesundheitsvorsorge, z.B. Impfungen und Ernährungsberatung für Mütter, die Handwäsche-Praktiken, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung der Haushalte sowie das Bildungsniveau berücksichtigt. Rund jedes vierte untersuchte Kleinkind war im Wachstum gestört, rund jedes fünfzehnte Kleinkind von schwerem Stunting betroffen. Wachstumsverzögerungen traten insbesondere bei männlichen und älteren Kindern aus ärmeren, bildungsfernen Haushalten auf. Dabei erwies sich die Qualität der Wasserversorgung als besonders einflussreich. Bei Kindern, die Wasser unbehandelt tranken, stieg das Risiko für Stunting um das Dreifache. Kindern, die in Haushalten mit unzureichenden Latrinen lebten, waren um 27 % häufiger von Wachstumsverzögerungen betroffen als andere aus besseren hygienischen Verhältnissen.

Die Wissenschaftler verwiesen darauf, dass der Mangel an Hygiene und Trinkwasser sich negativ auf den Ernährungszustand der Kinder auswirkt, da er Durchfall, Darm-Wurm-Infektionen und andere umweltbedingt Infektionen begünstigt. Appetitlosigkeit, eine mangelnde Aufnahme von (Mikro-)Nährstoffen sowie Überreaktionen des Immunsystems sind die Folgen, die das Wachstum der Kleinkinder nachhaltig stören.

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H Torlesse et al. Determinants of stunting in Indonesian children: evidence from a cross-sectional survey indicate a prominent role for the water, sanitation and hygiene sector in stunting reduction. BMC Public HealthBMC. DOI: 10.1186/s12889-016-3339-8. Abrufbar über: http://bmcpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12889-016-3339-8

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