Neue, wirksamere Konzepte zur Minderung von Wachstumsstörungen von Kleinkindern südlich der Sahara werden am Beispiel Gambia eingefordert

Neue, wirksamere Konzepte zur Minderung von Wachstumsstörungen von Kleinkindern südlich der Sahara werden am Beispiel Gambia eingefordert

Kleinkinder südlich der Sahara sind noch immer unverhältnismäßig häufig von gravierenden Wachstumsverzögerungen, auch stunting genannt, betroffen – trotz umfangreicher Ernährungshilfsprogramme.

Wissenschaftler aus Gambia gestehen ein, dass ein effizientes Konzept zur wirksamen Minderung der kindlichen Wachstumsverzögerungen erst noch entwickelt werden muss. Die Einschätzung beruht auf dem Resümee aus 36 Jahren intensiver Gesundheitsinterventionen in drei ländlichen gambischen Dörfern. Zwischen 1976 und 2012 waren im Verlaufe  einer Studie bei 3.659 Kindern von der Geburt an bis zum Alter von zwei Jahren das Gewicht pro Alter, die Körpergröße pro Alter, das Gewicht pro Körpergröße, der Oberarm-Umfang und Kopfumfang protokolliert worden.

Dank intensiver Ernährungsprogramme konnten alle diese Wachstumsparameter der Kinder spürbar verbessert werden, ausgenommen das Verhältnis des Gewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Rund 30 % betrug der Anteil wachstumsverzögerter Kinder am Ende der Ernährungsstudie.

Wachstumsverzögerungen müssen als unmittelbare Konsequenz von Mikronährstoffdefiziten betrachtet werden.

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Helen M Nabwera et al. Growth faltering in rural Gambian children after four decades of interventions: a retrospective cohort study. The Lancet.Volume 5, No. 2, e208–e216, February 2017. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S2214-109X(16)30355-2

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