Überdurchschnittliche Zunahme von Typ 2 Diabetes-Erkrankungen im südlichen Afrika auch als Folge verändernder Ernährungsgewohnheiten

Überdurchschnittliche Zunahme von Typ 2 Diabetes-Erkrankungen im südlichen Afrika auch als Folge verändernder Ernährungsgewohnheiten

Typ‑2‑Diabetes verbreitet sich in den Ländern südlich der Sahara rasant (1). Neben der Urbanisierung und der zunehmenden Lebenserwartung gelten insbesondere verändernde Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten als maßgebliche Gründe dafür. Im Vergleich zum Jahr 1980 wird Typ‑2‑Diabetes derzeit mehr als doppelt so häufig diagnostiziert. US‑amerikanische und britische Wissenschaftler schätzen zudem, dass die Hälfte aller Typ‑2‑Diabetes-Fälle noch gar nicht erfasst wird und erst rund jeder 11 Erkrankte eine Therapie erhält. Vier Fünftel der Patienten, die südlich der Sahara an den Folgen von Typ‑2‑Diabetes versterben sind jünger als 60 Jahre. Im Jahr 2015 waren dies mehr als 321.000 Personen.

19,5 Milliarden Dollar, rund 2,1 % ihres Bruttoinlandproduktes wenden die Länder südlich der Sahara inzwischen für die Behandlung von Typ‑2‑Diabetes und seinen Folgeerkrankungen auf und sind dennoch auf die Bewältigung der Folgen der anwachsenden Häufigkeit von Typ-2‑Diabetes nicht ausreichend vorbereitet. Zu den Maßnahmen, die eine internationale Expertenkommission vorschlägt, um das Fortschreiten von Typ‑2‑Diabetes südlich der Sahara zu stoppen, gehören neben der Schulung von Patienten, der gezielten Behandlung von hohem Blutdruck, den häuslichen Blutzuckermessungen vor allem Aufklärungsprogramme zur Prävention, zur Früherkennung und zur Behandlung von Diabetes vor Ort.

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R Atun et al. Diabetes in sub-Saharan Africa: from clinical care to health policy. The Lancet Diabetes & Endocrinology Commission. Published: 05 July 2017. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S2213-8587(17)30181-X

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