Zur Überwachung des Ernährungsstatus von Schwangeren in Uganda

Zur Überwachung des Ernährungsstatus von Schwangeren in Uganda

Ugandische Wissenschaftler beschreiben eine Lücke bei der Überwachung des Ernährungsstatus von Schwangeren am Beispiel des Kaabong-Krankenhauses (1). Eine Stichprobe der Unterlagen ergab, dass von 235 Frauen, die im April 2015 zur vorgeburtlichen Untersuchung in die Klinik kamen, lediglich bei 10 % der Hämoglobingehalt im Blut und lediglich 30 %die Blutdruckwerte ermittelt worden sind. Messungen des Umfangs des mittleren Oberarmes (Mid Upper Arm Circumference [MUAC]), ein gängiges Maß zur raschen Bestimmung von akuter Mangelernährung, wenn etwa Waagen fehlen, erfolgten überhaupt nicht (2). Bei akuter Mangelernährung fehlt es sowohl an Makro- und als auch an Mikronährstoffen. Oft ist der Zustand der Betroffenen lebensbedrohlich.

Mittels eines Qualitätsmanagement-Programmes gelang es innerhalb eines Jahres, den Ernährungsstatus bei allen Schwangeren in der Klinik zu erfassen. 39 schwer mangelernährte und 38 moderat mangelernährte Schwangere konnten unmittelbar mit einem Ernährungsprogramm geholfen werden.

Das Foto zeigt beispielhaft die Messung des mittleren Armumfangs zur Bestimmung akuter Mangelernährung bei Kindern (3).

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(1) J Izudi et al. Quality Improvement Interventions for Nutritional Assessment among Pregnant Mothers in Northeastern Uganda. Biomed Res Int. 2017; 2017: 8036535. Published online 2017 May 30. doi:  10.1155/2017/8036535. Abrufbar über https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5468564/

(2) Zu den Messpunkten vgl.  AM Tang et al. Determining a Global Mid-Upper Arm Circumference Cutoff to Assess Malnutrition in Pregnant Women. June  2016. Washington, DC: FHI 360/Food and Nutrition Technical Assistance III Project (FANTA). Abrufbar über https://www.fantaproject.org/sites/default/files/resources/FANTA-MUAC-cutoffs-pregnant-women-June2016.pdf

(3) WHO Humanitarian Health Action, 5 places where WHO needs more emergencies funding to help people now, published online July 2017. Abrufbar über: http://www.who.int/hac/donorinfo/2017/five-places-need-more-funding/en/

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