Stimuli für Verhaltensänderungen zur Prävention von Durchfall bei sambischen Babys im Test

Stimuli für Verhaltensänderungen zur Prävention von Durchfall bei sambischen Babys im Test

Stillen, regelmäßiges Händewaschen mit Seife, der korrekte Gebrauch von oralen Rehydratisierungssalzen und die Gabe von Zink sind einfache, erprobte Mittel, um den auszehrenden Durchfällen bei Kleinkindern zuvorzukommen.

Diese werden allerdings in Ländern mit hoher Kindersterblichkeit viel zu wenig eingesetzt, sind viel zu wenig bekannt und auch viel zu wenig akzeptiert, zeigt u.a. eine Studie aus dem Zentrum für Infektionskrankheiten (CIDRZ)  in Lusaka/Sambia  (1). Sambische und britische Wissenschaftler haben jetzt mit einem psychologisch durchdachten Komboni Housewife Konzept versucht, die Motivation von Müttern und Kinderkrankenschwestern für präventive Handgriffe gegen den Durchfall zu wecken (2).

Das Info-Programm wurde bei Frauengruppen in 16 medizinischen Versorgungspunkten und  in Kommunen umgesetzt sowie über das lokale Radio und in Roadmovies beworben. Sechs Wochen nach diesem Motivationstraining ist der Effekt im Abgleich mit einer Kontrollgruppe, die ohne präventiv-hilfreichen Hinweise gegen den Durchfall von Kleinkindern geblieben sind, überprüft worden.
Die psychologisch betreuten Mütter gaben an, häufiger bereit zu sein, ihre Babys zu stillen und Salz-Zucker-Lösungen zum Ausgleich von durchfallbedingten Flüssigkeitsverlusten einzusetzen als die Mütter ohne entsprechende Schulung. Der präventive Gebrauch von Zink und das Hygieneverhalten waren allerdings in beiden Gruppen nahezu gleich geblieben.

Das Studienergebnis unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist, passende Informationskanäle zu finden und zu gestalten, um mit Informationen vor Ort helfen zu können, auch wenn es darum geht, den verborgenen Hunger zu lindern.

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(1) Katie Greenland et al. Multiple behaviour change intervention for diarrhoea control in Lusaka, Zambia: a cluster randomised trial. The Lancet. Volume 4, No. 12, e966–e977, December 2016. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S2214-109X(16)30262-5. Abrufbar auch über http://www.thelancet.com/pdfs/journals/langlo/PIIS2214-109X(16)30262-5.pdf
(2) Das Komboni Housewife Konzept gehört zum Programm BetterInfo, das im Zentrum für Infektionskrankheiten (CIDRZ) in Lusaka entwickelt wird, um Informationen zur Prävention von Infektionskrankheiten nutzerspezifisch aufzubereiten und weiterzugeben. Vgl. dazu http://www.cidrz.org und die Videodemonstrationen unter http://www.cidrz.org/media-center/videos/

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