Ideen im Aktionsbündnis zur Prävention von chronischen Erkrankungen und gegen Mangel- und Fehlernährung in der Welt

Ideen im Aktionsbündnis zur Prävention von chronischen Erkrankungen und gegen Mangel- und Fehlernährung in der Welt

190 Staaten haben sich während der  2. Internationale Ernährungskonferenz (ICN2) mit einem 60 Punkte umfassenden Katalog verpflichtet, Maßnahmen insbesondere gegen die Unterernährung bei Kleinkindern und gegen Mikronährstoffmangel einschließlich seiner Folgeschäden sowie zur Verringerung der ernährungsbedingten Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und bestimmten Krebsarten umzusetzen.
Der Ausbau nachhaltiger Lebensmittelsysteme, d.h. der Wege, wie Lebensmittel produziert, verarbeitet, verbreitet, vermarktet und zum Verzehr zubereitet werden, gilt dabei als ein Schlüssel zur Förderung einer vielfältigen und gesunden Ernährung.

Die Weltkrebsforschungsgesellschaft (WCRF) und die Internationale Allianz gegen nicht übertragbare Erkrankungen (NCD-Alliance) ergänzten den Katalog der Welternährungskonferenz mit einem Positionspapier, in dem der Zusammenhang zwischen Lebensmitteln, Ernährungsgepflogenheiten und den Risiken für nicht übertragbare Krankheiten in sechs Statements erläutert wird:

  • Lebensmittel, ihre Nährwertdichte und die regionalen Ernährungsgewohnheiten enthalten nicht nur Risiken für nicht übertragbare Erkrankungen, sondern können diese auch verursachen.
  • Das Ausmaß der ernährungsbedingten Erkrankungen ist beträchtlich. So werden von den 52,8 Millionen Todesfällen weltweit im Jahr 2010 34,5 Millionen unmittelbar auf den Einfluss der geringen ernährungsphysiologischen Qualität von Lebensmitteln auf nicht übertragbare Erkrankungen (einschließlich Herz-Kreislauferkrankungen, einige Krebsarten und chronische Erkrankungen der Atemwege) zurückgeführt. Über 80 % dieser Todesfälle ereigneten sich in den ärmeren Ländern. 29 % der Sterbefälle betrafen Menschen unter 60 Jahren.
  • Die Weltbevölkerung ist zunehmend den Risiken für ernährungsbedingte Krankheiten ausgesetzt. Gründe hierfür liegen u.a. im steigenden Verzehr von Fertiggerichten und im sinkenden Verbrauch von ballaststoffreichen Lebensmitteln sowie im wachsenden Anteil der aus Fleisch, Zucker und Ölen gewonnenen Kalorien in der Nährstoffzufuhr.
  • Eine wachsende Anzahl von unterernährten Menschen birgt eine maßgebliche Gefahr für die Zunahme von Erkrankungen.
  • Lebensmittel-Systeme (siehe oben) stellen die primäre Herausforderung für die Prävention und die Kontrolle von nicht übertragbaren Krankheiten sowie von Unterernährung dar.

Read more:

FAO and WHO. Second International Conference on Nutrition. Rome, 19 – 21 November 2014. Conference Outcome Document: Rome Declaration on Nutrition. http://www.fao.org/3/a-ml542e.pdf and
World Cancer Research Fund International and the NCD-Alliance. http://ncdalliance.org/sites/default/files/rfiles/WCRFI_NCD_Alliance_Nutrition_ed2.pdf

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