Häufiger Bluthochdruck an der Côte d‘Ivoire als Konsequenz des Mikronährstoffmangels

Häufiger Bluthochdruck an der Côte d‘Ivoire als Konsequenz des Mikronährstoffmangels

Bluthochdruck, früher als Wohlstandserkrankung der westlichen Welt betrachtet, breitet sich immer mehr in Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Während in Westeuropa, Nordamerika und in den einkommensstarken Ländern der Asien-Pazifik Region der Anteil der Menschen mit Bluthochdruck spürbar zurückgeht, nimmt er vor allem in Süd- und Südostasien undsüdlich der Sahara zu (1). Von dieser Trendumkehr ist auch die Elfenbeinküste betroffen. Eine Publikation der NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) stellt sehr anschaulich den Anstieg des Bluthochdrucks in der ivorischen Bevölkerung im Verlauf der letzten 40 Jahre (1975-2015) dar (2):

Number of adults with raised BP

 

Als Bluthochdruck wird ein systolischer Blutdruck von ≥ 140 mm Hg oder ein diastolischer Blutdruck von ≥ 90 mm Hg definiert (1).

Die steigenden Zahlen von Übergewicht in Entwicklungs- und Schwellenländern, während die Ernährung gleichzeitig defizitär ist, wird als „double burden“, also Doppelbelastung der Mangelernährung bezeichnet. Experten gehen davon aus, dass die Minderung von Mangelernährung in der frühesten Kindheit ein möglicher Weg ist, diese Entwicklung zu stoppen. Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen.


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(1) NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC). Worldwide trends in blood pressure from 1975 to 2015: a pooled analysis of 1479 population-based measurement studies with 19,1 million participants. The Lancet Volume 389, No. 10064, p37–55, 7 January 2017. Abrufbar über: http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(16)31919-5/abstract

(2) Faktendatenblatt Côte d‘Ivoire. Abrufbar über http://www.ncdrisc.org/downloads/country-pdf/country-profile-Cote%20d’Ivoire.pdf mit Bezug zur Publikation (1)

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