Food Report 2018: Zum Wandel der deutschen Esskultur

Food Report 2018: Zum Wandel der deutschen Esskultur

Regionale Ernährungsgewohnheiten bestimmen mit, ob eine mikronährstoffreiche Kost im Alltag mehr oder weniger Akzeptanz findet. Folgt man der Trendbeschreibung des kürzlich erschienen Buchs Food Report 2018, werden sich die Ernährungsvorlieben in Deutschland noch weiter zugunsten einer mikronährstoffreichen Kost verändern. Die Trendforscherin Hanni Rützler prognostiziert einen Wandel in der deutschen Esskultur: Gemüse wird sich von der Beilage zum Mittelpunkt eines Gerichts avancieren und Fleisch an den Rand verdrängen. Fleisch wird dann in absehbarer Zeit weniger von Insekten etc. ersetzt werden, sondern von raffiniert zubereiteten Pflanzen jeder Art. Inspirationen für gänzlich neue Verwertungsmöglichkeiten von Pflanzen werden insbesondere aus dem ostmediterranen Kulturkreis gewonnen, da Länder wie Israel, Syrien, Jordanien und Libanon traditionell eine pflanzenbasierte Kost bevorzugen. Parallel dazu entsteht eine neue „Natural Food Industry“, die das Angebot an gesunden, weitestgehend naturbelassenen Lebensmitteln mit Herkunftsnachweis vergrößern wird. Mit diesem als „De-Processing“ beschriebenen Kurswechsel reagiert die Nahrungsmittelindustrie auf den Kundenwunsch nach geringer verarbeiteten Produkten mit weniger Zusatz- und Hilfsstoffen und nach mehr Information über die Herkunft und die Verarbeitung von Lebensmitteln.

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Food Report 2018. H. Rützler und W. Reiter. Zu beziehen über die Website des Zukunftsinstitutes https://onlineshop.zukunftsinstitut.de/shop/food-report-2018/

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