Fakten zur Kindergesundheit: Der UNICEF- Bericht - Zur Lage der Kinder 2016. Eine faire Chance für jedes Kind

Fakten zur Kindergesundheit: Der UNICEF- Bericht – Zur Lage der Kinder 2016. Eine faire Chance für jedes Kind

UNICEF stellt jährlich in einem Bericht die Zahlen und Fakten zur Gesundheit, zum Ernährungs- und zum Bildungsstatus sowie zur sozialen Situation von Kindern weltweit vor. Als wichtigster Gradmesser im Ländervergleich der Lebensbedingungen für Kinder gilt dabei die Kindersterblichkeit der unter Fünfjährigen.

5,9 Millionen Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren sind im Jahr 2015 weltweit registriert worden, rund eine Million Kinder erlebten nur einen einzigen Tag. Der Brennpunkt lag dabei insbesondere in der Region südlich der Sahara. Angola mit 15,7 Prozent, der Tschad mit 13,9 Prozent und Somalia mit 13,7 Prozent gehörten zu den drei Ländern mit der höchsten Rate an Kindersterblichkeiten vor dem fünften Lebensjahr. Die Elfenbeinküste belegte in der Skala gemeinsam mit Guinea-Bissau und dem Süd-Sudan den Rang 13 mit einem Anteil von 9,3 Prozent.

Armut und armutsbedingte Mangelernährung sind maßgebliche Gründe für die hohe Kindersterblichkeit. Im Vergleich mit den reichsten Kindern in einem Land verstarben die ärmsten durchschnittlich 1,9-mal mehr vor dem fünften Geburtstag und waren 2,1-mal häufiger von Mangelernährung betroffen. Die Kluft in der Kindersterblichkeit zwischen den reichen Industrienationen und den armen Ländern südlich der Sahara und in Südasien hat sich seit 1990 kaum verändert.

UNICEF schätzt ein, dass ohne Gegenmaßnahmen bis zum Jahr 2030 rund 69 Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten sterben, rund 167 Millionen Kinder in Armut leben sowie rund 750 Millionen Mädchen bereits als Kind verheiratet sein werden.

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UNICEF 2016. The State of the World’s Children 2016: A fair chance for every child. Abrufbar unter https://www.unicef.org/publications/index_91711.html und https://data.unicef.org/

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