Insectus – insects against Hidden Hunger

Insectus – insects against Hidden Hunger

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Kurzbeschreibung

Satt, aber körperlich schlapp? Gegen Hidden Hunger in Afrika gehen wir mit der Zucht der „Black Soldier Fly“ als quantitative und qualitative Nahrungsergänzung entgegen. Aus Abfall generieren wir Essen!


Welches Problem wollen wir lösen und warum?

Unser Projekt vermindert drei Hauptprobleme in Entwicklungsländern zu gleich. Erstens vermindern wir den Hidden Hunger in Afrika durch den Zugang zu einer günstigen, protein- und nährstoffreichen Nahrung. Zweitens können wir bei der Zucht der „Black Soldier Fly“ große Mengen an Bioabfällen verwerten und somit aus Abfall lebensrettende Nahrung produzieren. Und drittens erschaffen wir mit Hilfe eines individuell angepassten Businesskonzepts dringend benötigte Arbeitsplätze.


Unser Lösungsansatz

Wir greifen eine Idee auf, die im asiatischen Raum schon länger Früchte trägt: Insekten als alternative Nahrungsquelle. Wir nutzen die „Black Soldier Fly“ (BSF), da sie sich durch sehr hohe Mengen an Proteinen und besonders Mikronährstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium und wichtige Vitamine auszeichnet. Neben den Inhaltsstoffen bietet sich ihr Lebenszyklus für ein leicht zu erlernendes Zuchtverfahren mit geringem Aufwand an. Sie produziert aus jeglichen organischen Abfällen in kurzer Zeit große Mengen Biomasse, die im Anschluss zu Mehl verarbeitet und verkauft werden. Lokale Communitymitglieder werden durch Workshops mit dem System vertraut gemacht und soweit geschult, dass sie die Arbeitsschritte alleine handhaben können. Durch die lokale Produktion, einem unschlagbar günstigen Preis und dem Bestreben nach Aufklärung, ist es uns bereits in Sambia gelungen, einen Markt aufzubauen.


Warum ist unser Ansatz innovativ, neu oder anders?

Wir zeichnen uns durch zwei Innovationen aus.

In Afrika ist es noch keine gängige Praxis Insekten industriell für den menschlichen Verzehr zu produzieren und das, obwohl es in vielen Ländern kulturell verankert ist, freie Larven aufzusammeln und zu verzehren. Desweitern bieten wir zwei Systeme an, um die Insekten für jedermann zugänglich zu machen: eine Farm, die ein ganzes Dorf versorgen kann, sowie die Möglichkeit, dass sich Haushalte durch eine eigene kleinere Farm selbst versorgen können.


Wie ist unsere Idee umsetzbar?

Wir suchen einen ersten Farmer unter den Einheimischen aus, werden mit ihm zusammen die Farm bauen und den ersten Wachstumszyklus begleiten. Durch erarbeitete Workshops ist das Ziel die selbstständige Führung der Farm. Die Community-Farm wird abhängig von ihrer Größe ca. 100 kg / Woche produzieren. Durch gezielte Promotion und Aufklärung wird ein Absatzmarkt geschaffen. Folgend des Train-the-trainer Konzepts werden weitere Farmer mit der Zeit ausgebildet und zusätzliche Standorte eröffnet.

Welche Technologien, Kanäle oder Methoden setzen wir ein?

Technology: Stadien getrennte Insektenzucht

Kanäle für die Vermarktung: „Health Talks“ in Krankenhäusern; „Community Leader“ überzeugen, die unsere Idee weitertragen; durch Workshops Leute begeistern und als Farmer gewinnen; Kostenlose Essensausgaben und Verkostungen als Eisbrecher

Methoden: App als Nachschlagewerk und spielerisch an die Insektenzucht heranführen

Welches Ergebnis und welche Verbesserungen erwarten wir? Wie wollen wie diese messen/nachweisen?

Das Verhältnis der Menge an genutzten Bioabfällen und produzierten Larven misst die Effektivität der Farm. Die verkauften Larven lassen auf die zusätzliche Pro-Kopf-Einnahme an Proteinen schließen. Dies wird mit einem Buchhaltungssystem überprüft werden können. Zusätzlich geben die Verkaufszahlen die finanzielle Vergütung der „Entrepreneurs“ wieder. Die Verbesserung der allgemeinen Gesundheit ist auf kurze Sicht nicht messbar. Langfristig wird ein Rückgang von Mangelerscheinungen erwartet.

Unsere Budgetplanung & Überlegungen zur Partnerakquise

Partner aus dem Gesundheitssektor wünschenswert. Zudem ist ein Netzwerk in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens ein großer Vorteil. Basierend auf unseren Erfahrungen in Sambia: 3 Reisen im 1. Jahr, Bau von 2 großen Farmen, Startkapital für die kleinen Farmen sind in Summe ca. 11.000€, abhängig von der gewünschten Farmgröße.

Insectus - insects against Hidden Hunger

Team:   Julian Watkinson, Lea Bergmann, Vincent Reda, Lisa Schröder, Daphne Dimitriadis, Kolja Hedrich, Alexander Massing


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