B-Vitamine zur Kompensation von Schäden im Erbgut durch Luftverschmutzung

B-Vitamine zur Kompensation von Schäden im Erbgut durch Luftverschmutzung

Eine hohe Luftverschmutzung erschwert nicht nur die Atmung, sondern erhöht langfristig auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und möglicherweise auch Demenz (1). Maßgeblich dafür ist, dass Luftschadstoffe, wie etwa Feinstaub, u.a. im Erbgut Schaltstellen zur Aktivierung der genetischen Veranlagung ungünstig beeinflussen.

Wissenschaftler haben jetzt bei zehn gesunden Nichtrauchern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren erstmals nachgewiesen, dass die Einnahme von hochdosierten B-Vitaminen die schädliche Wirkung von Feinstaub abschwächen kann. Durch die tägliche Einnahme von Tabletten mit 2,5 mg Folsäure, 50 mg Vitamin B6 und 1 mg Vitamin B12 verringerten sich bei den Nichtrauchern die Folgen einer künstlich erzeugten, kurzfristigen Feinstaubbelastung im Erbgut um 28 bis 76 % (2).

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(1) Zur Einordnung der Problematik vgl. Assmann-Stiftung für Prävention. Beschleunigte Hirnalterung aufgrund von zu hoher Feinstaubbelastung. Blog. Abrufbar über https://www.assmann-stiftung.de/beschleunigte-hirnalterung-aufgrund-von-zu-hoher-feinstaub-belastung-111/
(2) J. Zhong et al. B vitamins attenuate the epigenetic effects of ambient fine particles in a pilot human intervention trial. PNAS 2017; published ahead of print March 13, 2017. DOI10.1073/pnas.1618545114. Abrufbar unter http://www.pnas.org/content/early/2017/03/07/1618545114.abstract und http://www.pnas.org/content/suppl/2017/03/08/1618545114.DCSupplemental/pnas.201618545SI.pdf

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